Anzeigentipps für Mietwohnungen auf Immoblienscout24

Mietersuche auf Immobilienscout24 ist nicht billig, aber wirksam. Wichtig ist, dass Du folgenden Ratschläge beachtest, um das Optimum für Dich rauszuholen:

Zuerst mal solltest Du schaun, dass Du den Anzeigenpreis drückst. Gib einfach mal „Gutschein Immobilienscout24“ in Google ein und wühl Dich durch die Suchergebnisse. Aktuell (Sept. 2015) liegt der beste Gutschein bei 30%. Ein 14 Tage laufendes Mietwohnungs-Inserat ohne Schnickschnack (Hervorhebungen) kostet bei Immobilienscout24 49€. Mit diesem 30%-Rabatt kostet die Anzeige also „nur“ noch 34,30€.

Nun zum wichtigsten Punkt: von möglichst vielen potenziellen Mietern auf Immobilienscout24 gesehen zu werden. Wie geht also der normale Mieter an so eine Suche ran? Er trägt ins Suchfeld seine Stadt ein und klickt suchen:

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es erscheinen jetzt die Ergebnisse in der sogenannten „Standardsortierung“. In dieser Sortierung sind Wohnungen ganz oben, für die Schaufenster-, Premium- und Topplatzierung gebucht wurden. Man erkennt sie leicht an den Pfeilen rechts und links am Bild:

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Alle anderen werden auf die „billigen Plätze“ verwiesen, die sogenannten Standard-Platzierungen weiter unten. In den Standard-Platzierungen erscheinen früher angelegte Wohnungen weiter oben, später angelegte Wohnungen weiter unten. Wenn Du also eine Wohnung bereits vor etlichen Jahren in Immobilienscout24 angelegt hast und für diese soeben wieder eine Anzeige geschaltet hast, bist Du bei den Standard-Platzierungen nicht ganz oben, sondern wenn Du Pech hast sogar ganz unten. (Wer das nicht glaubt: Such die Mietwohnungen einer größeren Stadt. Vergleiche nun die letzte Seite der „Standardsortierung“ gegenüber der letzten Seite der Sortierung „Aktualität (neueste zuerst)“. Die Reihenfolgen der Wohnungen sind  ganz unterschiedlich!)

Keine Frage, dass das Ziel sein muss, immer so weit oben zu stehen wie möglich. Nimmt man Google zum Vergleich, bekommt das allererste Suchergebnis bereits 30% aller Klicks. Die übrigen Positionen bekommen nur den Rest. Konkret heißt das also für Dich:

1.) Buche Dir mindestens die Topplatzierung. Wenn Du gute Rabatte erwischt hast und bedenkst, dass Du diese Anzeige als Werbungskosten für Immobilieneinkünfte von der Steuer absetzen kannst, kannst Du auch die Premiumplatzierung nehmen.

2.) Du kannst Dir auch überlegen, ab und zu die Wohnung komplett neu anzulegen. Ist zwar mehr Arbeit – könnte sich aber wegen der höheren Positionierung lohnen. Zusätzlich lohnt es sich, dass Du ab und zu nach besseren Rabatten Ausschau hälst und dann eine neue Anzeige schaltest.

Immobilienscout24 ist nicht gerade transparent, stabil und einheitlich, was Preise angeht. So schreibt dieser Blog, dass eine Anzeige für 14 Tage regulär 49€ kostet, ich selbst hatte kürzlich aber auch schon einen regulären Preis von 39€ für 14 Tage gehabt. Wer nicht erst eine halbe Stunde Formulare ausfüllen möchte, bevor er weiß was der Spaß kostet, schaut hier mal rein. Auch ist es nicht gerade die feine Art von Immobilienscout24, dass sich die Anzeige solange verlängert (natürlich kostenpflicht), bis man sie deaktiviert.

umindest bei Deiner ersten Anzeige wird diese nicht sofort geschaltet. Ein Immobilienscout24-Mitarbeiter schaut da nochmal drüber und schaltet sie dann erst frei. Du solltest also immer mal wieder auf Immolienscout24 nach Deiner Wohnung suchen, wenn Du wissen willst, wann sie veröffentlicht wurde.

Ansonsten bleibt noch eine radikale Möglichkeit, wie Du Deine Sichtbarkeit verbessern kannst: Du gehst mit der Kaltmiete so weit runter, dass Du in Deiner Zimmer-Kategorie (z.B. 3-Zimmer-Wohnungen) recht weit oben bist. Denn eine der beliebtesten Sortierung, dürfte „Kaltmiete, niedrigste zuerst“ sein. Muss man halt genau überlegen, denn weniger Miete bedeutet logischerweise auch weniger Gewinn.

Für das optimale Ausfüllen des Formulars, ließ unbedingt meine Tipps für ein attraktives Mietwohnungs-Exposé. Fülle Deine Kontaktdaten sorgfältig aus, weil daraus die Rechnung an Dich generiert wird und Du diese später von der Steuer absetzen willst.

Drucke Dir später die Rechnung aus, um sie nächstes Jahr steuerlich abzusetzen. Hast Du einen Grenzsteuersatz von 40%, kostet Dich die rabattierte Anzeige also nur noch: 34,30€ * 0,6 = 20,58€ netto. Klingt doch schon viel netter, als 49€!

Online-Immobilienbörsen zur Mietersuche

Immobilenportale gibt es wie Sand am Meer: Hier findest Du allein 36! So behälst Du trotzdem den Überblick:

Am wichtigsten sind für mich erstmal die drei großen Tanker: Immobilienscout24, Immowelt und Immonet. Da ich eine Wohnung in durchschnittlicher Lage vermietet bekommen möchte, richte ich mich gleich von vornherein auf längere Zeiträume ein. Meine Anzeige soll also 4 Wochen geschaltet werden und keinen Schnickschnack (Hervorhebungen) enthalten. Dies kostet bei Immobilienscout24 79€, bei Immowelt 39,90€ und bei Immonet 59,95€

Da ich den eigenen Angaben der Immoblienportale bezüglich Besucher und Klicks nicht glaube, nutze ich Google als „objektivere“ Quelle der Nutzerdaten. Hierbei gehe ich einfach mal ganz frech davon aus, dass das Portal, das namentlich am häufigsten gesucht wird, auch die meisten Besucher hat. Hierzu nutze ich den Google KeywordPlanner und gebe alle Begriffe ein, nach denen wohl ein Benutzer suchen könnte. Heraus kommt diese Übersicht:

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Macht also zusammengerechnet:
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Zusammengefasst läßt sich also sagen, dass Immoblienscout24 zwar die teuerste Immobilienbörse ist, jedoch auch grob geschätzt 6 mal mehr Besucher hat, als Immowelt, das billigste der drei Immoblienportale. Je mehr Besucher, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich meine Wohnung schnell vermieten werde, also entscheide ich mich für Immobilienscout24.

Mietwohnung in Anzeigenblatt bewerben

Im Immobliengeschäft der Klassiker: Mietwohung bewerben im kostenlosen Anzeigenblatt. In meiner Lieblingsstadt Görlitz nennt sich dieses Blatt „Niederschlesischer Kurier“. Dieser erscheint jeden Samstag; der Anzeigenschluss ist der Dienstag.

Für Privatleute, welche Nachmieter suchen ist die Anzeige relativ günstig. Vermieter jedoch, werden wie Gewerbliche behandelt und müssen den relativ teuren Tarif nach Millimetern zahlen. So kostet eine durchschnittliche Wohnungsanzeige (33 Zeichen Überschrift, 218 Zeichen Text, mit etlichen Abkürzungen gespickt: KM, WM, gute Verkehrsanbind.) in der Lokalausgabe Görlitz (39.460 Exemplare, Görlitz und Dörfer im Umkreis von ca. 10 km) brutto 20,56 € pro Woche, also in 4 Wochen 82,24€. In der Gesamtausgabe (Bautzen, Bischofswerda, Löbau, Zittau, Kamenz, Görlitz, Niesky – Auflage: 234.000) kostet die Woche brutto 97,03 €, also 388,12€ in 4 Wochen – das übersteigt den Monatsmietgewinn in Görlitz bei Weitem und scheidet für mich daher aus.

Für die Variante der Lokalausgabe fallen mir zwei Szenarien ein, die mir bei der Mietersuche nützlich sein könnten:
1.) ein Görlitzer sucht für einen Bekannten, der in die Stadt ziehen möchte und
2.) ein Görlitzer möchte innerhalb Görlitz umziehen, warum auch immer …

Beide Szenarien halte ich zwar für realistisch, jedoch werden sie wohl kaum die Masse an Interessenten bringen. Die Mieter-Suchanzeigen, die im Anzeigenblatt zu finden sind, sind überwiegend von Maklern. Denen dienen sie auch als Eigenwerbung, deren Kosten sie praktischerweise auch noch an die Vermieter weiterreichen können. Da die Anzeigen in Relation zu den Mieteinnahmen nicht gerade billig sind, muss man sich diese Form der Mieter-Anwerbung schon sehr genau überlegen.